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Vereins-Chronik

Ende der 50er Jahre wurde es immer schwieriger, für die Wallfahrt nach Gößweinstein Musiker zu finden. Der damalige Wallfahrtsführer Hans Kröner, in Bischberg bekannt und geachtet als der „alte Hunderter“, regte an, eine Wallfahrtsmusik zu gründen. Er kaufte seinen Enkelsöhnen Instrumente, und der bereits schon erwähnte Vollblutmusiker Michael Feuerer griff die Idee auf. Als sich der bereits musikerfahrene und gut ausgebildete Schlagzeuger Erwin Sebald dem musikbegeisterten Häuflein anschloß, war der Anfang zur Jugendblaskapelle gemacht. Erwin Sebald hatte „sein Handwerk“ bei seinem Großvater, dem langjährigen Tambour Hans Ott, erlernt. Als unermüdlicher Motor und Antreiber hat Erwin Sebald die Anfangsschwierigkeiten gemeistert und die Musiker zusammengeholt. Die ersten Proben fanden in der Küche seiner Mutter, der „Sebalds Marie“, statt. Im November 1959 begann Michael Feuerer die intensive Probenarbeit mit 20 Musikern.

Die Gründungskapelle (Dirigent: Michael Feuerer)

Am 11. Februar 1960 konnte das Bamberger Volksblatt unter der großen Überschrift „Bischbergs neue Jugendblaskapelle stellte sich vor“ berichten. Der Leiter der Kapelle Michael Feuerer begrüßte MdL Oberschulrat Neundörfer, den Präsidenten des Nordbayerischen Musikbundes Georg Heinlein, den Bezirksleiter der Nebenberufsmusiker Josef Geus, den Vertreter der Gemeindeverwaltung Gemeinderat Johannes Dürr, den Vertreter der Kirchenverwaltung Kirchenrat Andreas Kellermann.

Der Dirigent betonte, daß die Jugendlichen 5.497,- DM für ihre Instrumente selbst aufbringen mußten. Dann brachten die jugendlichen Bläser unter Leitung ihres Ausbilders 14 Kirchenlieder und drei Choräle zu Gehör. Die anwesenden Vertreter des öffentlichen und kirchlichen Lebens waren voll der Anerkennung und des Lobes über die gezeigte Leistung. Georg Heinlein bewertete die Darbietung und die Disziplin der Musiker als ausgezeichnet und nahm die Jungmusiker in den Nordbayerischen Musikbund auf. Die Vorstellung endete mit dem Dank von Michael Feuerer für die freundlichen, ermunternden Worte, die der jungen Kapelle und ihm zuteil wurden. Dank wurde auch dem anwesenden Wallfahrtsführer als der ursprünglich treibenden Kraft zur Gründung der Kapelle ausgesprochen. Michael Feuerer versprach noch, „seine ganze Kraft für diese, der Gemeinschaft dienenden kulturellen Aufgabe, einzusetzen.“

Dieses Versprechen waren keine leeren Worte, wie die folgenden Auftritte bewiesen. Am 19. März überraschte die Kapelle den damaligen Pfarrer Josef Geist mit einem Ständchen zum Namenstag. Ebenso wurde dem Bürgermeister Georg Nastvogel aus Anlaß seiner Wiederwahl musikalisch gratuliert. Am Markustag des gleichen Jahres wurde die erste Bittprozession von Trosdorf nach Festzug 1962Bischberg begleitet. So sind Auftritte fast am laufenden Band von der jungen Kapelle bewältigt worden. Im Juni begleitete die Jugendblaskapelle zum ersten Mal die große Bischberger Wallfahrt nach Gößweinstein. Seitdem kommt Jahr für Jahr die Wallfahrtskapelle von der Jugendblaskapelle. Sie ist ihrer ersten und eigentlichen Gründungsaufgabe treu geblieben. Als musikalische Höhepunkte des Gründungsjahres darf man die Teilnahmen an Wertungsspielen bei den Bundesbezirksmusikfesten des Nordbayerischen Musikbundes bezeichnen. Nach nur wenigen Monaten des Bestehens stellte sich Michael Feuerer und seine Jungmusiker in Stockheim bei Kronach und in Unterlauter bei Coburg den Wertungsrichtern. Mit dem „Festhymnus“ von Silcher wurde die Kapelle mit „vorzüglich“ bewertet. Ein stolzer Erfolg - und nicht der letzte!

Der Gründungsdirigent Michael Feuerer und der Vorstand der Jugendblaskapelle Erwin Sebald regten die Gründung eines Musikvereins an, der als Träger und Förderer der Kapelle fungieren sollte. Am 9. Juli 1960 gründeten 52 Frauen und Männer den Blasmusikverein Bischberg, der im August bereits ins Vereinsregister beim Amtsgericht aufgenommen wurde. Gründungsvorstadt wurde Hans Schwappach, 2. Vorstand Kilian Deuerling, Kassier und Schriftführer Alois Weigel, Jugendleiter Erwin Sebald. Diese Mannschaft und die hinter ihr stehenden Frauen und Männer bildeten das Rückgrat der Kapelle und gaben weiteren Auftrieb für die Zukunft. Gartenfest 1962Die Gründungsversammlung fand im Probenlokal der Gastwirtschaft Georg Hümmer statt. Diese Gaststätte ist bis heute Proben- und Vereinslokal. Dem Herbergsvater Georg Hümmer und seiner Frau Emilie sei an dieser Stelle Dank und Anerkennung für die andauernde Gastfreundschaft ausgesprochen. Die ausdauernde, harte und solide Probenarbeit zeigte weitere Erfolge. So wurde an den Kirchweihen in Weipelsdorf und in Bischberg aufgespielt und einige Ständchen zum Vortrag gebracht. Es war eine Freude, den jungen Musikanten zuzuhören. Großes Lob und Anerkennung erntete die Kapelle auch beim Landesjugendsingen in Forchheim. Verein und Kapelle haben einen großen Aufschwung genommen, bis der hochverdiente Gründungsdirigent Michael Feuerer sein Amt niederlegte. Ohne seine Energie, seinen Elan und seine Tatkraft hätte es diese Kapelle und Erfolge wahrscheinlich nicht gegeben.

Daß ein Musiker wie Michael Feuerer sich nicht aufs Altenteil zurückziehen konnte, ist verständlich. Er gründete damals mit einigen seiner Musiker und mit alten Freunden die Kapelle „Edelweiß“. Einige Jahre gestaltete diese Kapelle das Musikleben erfolgreich mit. Ein etwas schmerzliches „Nebeneinander“, das zu verstehen und anzuerkennen heute sicherlich leichter ist als damals. Der Blasmusikverein und seine Kapelle überstanden ihre erste Krise. Die Vorstände tauschten ihre Ämter. Als Dirigent konnte der erfolgreiche Leiter der „Boschkapelle“ Rudi Reh gewonnen werden. Jeweils 2 Stunden an drei Probenabenden pro Woche: Dienstag, Freitag, und Samstag, brachten weitere Erfolge. Fritz Schwappach1962 wurden Musikfeste besucht und beim Wertungsspiel ein „1. Rang mit Auszeichnung“ erreicht. Bunte Abende und Gartenkonzerte lösten einander ab. Der Blasmusikverein war fester Bestandteil des Bischberger Vereinslebens. Im Jahre 1963 besuchte die damalige Jugendblaskapelle Memmelsdorf mit ihrem unvergessenen Dirienten Hans Guth die Bischberger, und gemeinsam gestaltete man einen Werbeabend in der Sporthalle. Die Jugendblaskapelle Bischberg machte einen Gegenbesuch auf dem „Höhn´s-Keller“ in Memmelsdorf. Die beiden Dirigenten Rudi Reh und Hans Guth, zwei alte Freunde, tauschten Erinnerungsgaben aus. 1964 wurde eine altbayerische Tracht für die Jugendblaskapelle angeschafft. Im selben Jahr errichtete der Blasmusikverein ein großes Festzelt am Ufer der Regnitz und die Kapelle spielte an allen Kirchweihtagen gekonnt auf. Die Stimmung im Zelt war großartig. Im Januar 1965 trat die Vorstandschaft zurück. Der Dirigent hatte sein Amt niedergelegt, einige Gründungsmusiker hörten auf. Kurze Zeit hatte Stabsmusikmeister a.D. Otto Peter die Leitung der Probenarbeit in der Kapelle inne.

Die Neuwahlen ergaben 1. Vorstand Bernhard Hanke, 2. Vorstand Udo Margowski, Kassier Franz Hild, 1. Jugendleiter Willi Eismann. Als Dirigent konnte im Frühjahr Werner Thieme gewonnen werden. Es kamen neue Musiker, das Notenmaterial wurde aufgefrischt. Verein und Kapelle bemühten sich mit Erfolg, weiter tatkräftig in die Zukunft zu schreiten. Festzug in TrosdorfDie Zusammenarbeit mit den Ortsvereinen war gut. Besonders unterstützten der Gesangverein Frohsinn und der St.-Joseph-Verein die Kapelle mit Aufträgen. Der Blasmusikverein und die Kapelle beteiligten sich an allen kirchlichen und weltlichen Feiern in Bischberg und darüber hinaus. In der Jahreshauptversammlung 1966 konnte berichtet werden, daß sich das Niveau der Kapelle „hörbar“ verbessert habe und die Vorstandschaft mit dem abgelaufenen Jahr voll zufrieden sei. Der erste Mehrtagesausflug führte die Kapelle im August 1966 in den Bayerischen Wald nach Waldkirchen. Dort wurde unter Leitung von Werner Thieme zweimal aufgespielt, und es konnte reicher Beifall von den Feriengästen und den Einheimischen geerntet werden. 1967 gestalteten die Musiker zum ersten Mal einen Trauungsgottesdienst musikalisch bei der Hochzeit eines Musikkameraden. Was damals noch ein echtes Novum war, ist seit dieser Zeit selbstverständlich geworden.

Die Jahresmitte brachte wieder dunkle Wolken über den Vereinshimmel. Der 1. Vorstand trat aus gesundheitlichen Gründen zurück, und der Dirigent trennte sich zusammen mit den Trosdorfer Musikern von den Bischbergern. Die Jugendblaskapelle und der Verein waren wieder allein. Trotz alledem waren Mitglieder und Musiker bereit, weiterzumachen. Die Führung des Vereins übernahm der 2. Vorstand Udo Margowski. Als Dirigent konnte Hugo Nicolaus gewonnen werden. Am Kirchweihfest 1967 spielte die Kapelle im großen Festzelt dann bereits unter Weißer Sonntagder neuen Leitung von Hugo Nicolaus an allen Kirchweihtagen. Die fälligen Neuwahlen 1968 bestätigten als 1. Vorstand Udo Margowski. Seine gemütliche Art brachte Ruhe in den Verein. Als 2. Vorstand stellte sich Willibald Kröner zur Verfügung. Mit dem Dirigenten Hugo Nicolaus hatte der Verein einen ganz besonders guten Griff getan. Er verstand es mit Strenge, aber auch mit herzlicher Kameradschaft, seine Musiker zu begeistern und die Jugendblaskapelle zu einem guten Klangkörper auszubauen, der überall gut ankam. Hugo Nicolaus, ein gelernter Berufsmusiker, war eine „Breslauer Lerche“. Sein typischer Spruch „Mensch Lerche“ brachte je nach Tonart Freude oder tiefstes Mißfallen zum Ausdruck. Er ging mit seinen Musikern durch dick und dünn.

So gefestigt, gelang es dem Blasmusikverein Bischberg 1970 ein Bundesbezirksmusikfest nach Bischberg zu holen. Bei diesem Anlaß konnte der Verein seine eigene Fahne weihen lassen. Schirmherr dieses ersten Musikfestes im Landkreis Bamberg überhaupt, war damals unser Landrat Otto Neukum. Patenverein war der Musikverein Gerach 1961 mit seiner Laimbachtaler Jugendblaskapelle. Dieses gutgelungene Fest ist sicher vielen noch in guter Erinnerung. Besonders erfreulich waren die vielen großen und kleine Spenden, die wesentlich mit Fahnenweihe 1970dazu beigetragen haben, daß eine so schöne schmucke Fahne angeschafft werden konnte. Seit 1970 ging unsere Fahne der Kapelle und den Mitgliedern bei vielen freudigen Anlässen voraus. Aber auch über manch frisches Grab mußte sie sich senken, um Abschied zu nehmen von einem treuen Mitglied. Zwischenzeitlich bekleidete Erwin Sebald das Amt des 2. Vorstandes, der dann wieder von Willibald Kröner abgelöst wurde. 1973 stellte sich Hermann Knirsch dem Verein als 2. Vorstand zur Verfügung. In all den Jahren wurde im Verein und von der Kapelle viel geleistet. Der Dirigent Hugo Nicolaus konnte immer wieder mit seinen Musikern begeistern. So zweimal in Straß/Tirol, wo im Wettstreit mit den starken Tiroler Kapellen viel Beifall geerntet werden konnte. Weiter besuchten der Verein und die Kapelle andere Musikvereine, sei es bei Musikfesten oder sonstigen gemütlichen Treffen. Viele Ausflüge, zu denen auch passive Mitglieder eingeladen waren, wurden durchgeführt.

Im Januar 1975 mußten Verein und Kapelle ihren Gründungsvorstand Hans Schwappach zu Grabe tragen. Er hatte viel für den Verein und die Jugendblaskapelle gearbeitet und geopfert. 1975 wurde der aktive Musiker Bruno Kröner als 2. Vorstand gewählt; bis 1987 hatte er dieses Amt inne. Große Verdienste erwarb er sich, als er in den achtziger Jahren immer wieder bei öffentlichen Auftritten die Kapelle leitete. Ebenfalls 1975 feierte man beim Die VereinsfahneVereinswirt Georg Hümmer im kleinen Rahmen der Vereinsfamilie das 15-jährige Bestehen. Wieder war man im Gründungslokal versammelt. Der Verein konnte 8 goldene Ehrennadeln und 32 grüne Vereinsnadeln für die Treue zum Verein und zur Kapelle überreichen. Im November hielt der Nordbayerische Musikbund in der Gemeinde Bischberg seine Generalversammlung ab. So zogen die Jahre dahin. 1977 verstarb unser Mitglied Hans Braun, der langjährige Geschäftsführer des Nordbayerischen Musikbundes. Der Blasmusikverein unternahm mit seiner Jugendblaskapelle immer wieder große Ausflüge. Sicher wird vielen Teilnehmern der Ausflug nach Oberösterreich und ins Salzburger Land noch in guter Erinnerung sein. Die Kapelle spielte auf einem Schiff der Donaudampfschiffahrt und begeisterte unter der bewährten Leitung ihres beliebten Dirigenten Hugo Nicolaus mit einem bunten Melodienreigen im Mirabellgarten zu Salzburg.

Das Jahr 1980 brachte einen weiteren Höhepunkt im Vereinsleben. Es wurde aus Anlaß des 20-jährigen Bestehens ein Kreismusikfest veranstaltet. Schirmherr war der 1. Bürgermeister Alfred Wachter. Wieder einmal war unser Bischberg eine klingende Gemeinde voller Musik. Zum Gemeinschaftschor versammelten sich 15 Musikvereine. Dazu kamen noch eine Reihe anderer Vereine, die dem Festzug ein buntes Bild gaben. Sorgen mußte sich der Blasmusikverein machen, da die Gesundheit und die Kraft ihres langjährigen Mainz in den 80ernDirigenten Hugo Nicolaus nachließen. Das zunehmende Alter machte sich bemerkbar, so bat er schließlich, nach einem anderen Dirigenten Ausschau zu halten. 1981 wurde Karl Kopejsko sein Nachfolger. Im Frühjahr verstarb der ehemalige Dirigent Hugo Nicolaus. Die Kapelle nahm auf dem Bamberger Friedhof zusammen mit der Fahnenabordnung Abschied von ihrem unermüdlichen, manchmal hartnäckigen Ausbilder und Dirigenten, aber auch von einem guten Freund. Unter dem neuen Dirigenten konnte sich die Kapelle weiter verbessern und bei Wertungsspielen des Nordbayerischen Musikbundes Erfolge erringen. Karl Kopejsko bemühte sich redlich um die Fortbildung der Kapelle und bildete auch Nachwuchs aus. Sein 25-jähriges Bestehen feierte der Blasmusikverein 1985 wieder mit einem Kreismusikfest. Schirmherr war der 2. Bürgermeister Eckart Stang. Doch das Jubiläumsjahr begann mit einem traurigen Ereignis. Verein und Kapelle mußten auf dem Bischberger Friedhof Abschied nehmen vom ehemaligen Vorstand Kilian Deuerling. Der Verstorbene hatte sehr viel für den Verein geleistet und sich dabei große Verdienste erworben. Zu einem erneuten Wechsel in der Vereins- und Kapellenführung kam es 1987. Zum 2. Vorstand wurde Werner Bauer gewählt, Karl Kopejsko wurde vom heimgekehrten Bischberger Musiker Willibald Kröner abgelöst. Nach dessen plötzlicher Erkrankung führte Georg Will, ein aktiver Musiker, die Kapelle weiter.

Georg Will leitet die Wallfahrtskapelle und hat sich dabei auch um die Kirchenmusik verdient gemacht.Im Februar Wallfahrtsmusiker in Gößweinstein1989 trat Thomas Vorreiter das Dirigentenamt an. Mit großem Eifer machte er sich ans Werk. Seine große Gründlichkeit brachte die Musiker bei den Proben oft zum Schwitzen. Die Zusammenarbeit währte allerdings nicht sehr lange. Schon im Oktober 1989 übernahm wieder Willibald Kröner den Dirigentenstab. Danach nahm nicht nur die Jugendblaskapelle einen unerwarteten Aufschwung, sondern auch der Verein. Willibald Kröner bemüht sich unermüdlich um den Nachwuchs. Alle Jungmusiker erreichten das Leistungsabzeichen in Bronze, einige in Silber und sogar Träger des Goldabzeiches gibt es in der Kapelle. Nach 25-jähriger Dienstzeit übergab Udo Margowski den Vorsitz an den bisherigen 2. Vorstand Werner Bauer. Zum Dank für die geleistete Arbeit wurde Udo Margowski zum Ehrenvorstand ernannt. Er hilft heute noch, wo er kann und wo er gebraucht wird. Unter Werner Bauer geht es weiter vorwärts. Als zweiter Vorstand wurde der aktive Musiker Wolfgang Müller gewählt.

Höhepunkte im Vereinsleben der folgenden Jahre waren die Teilnahme am großen 40-jährigen Jubiläum des Nordbayerischen Musikbundes im Mai 1992 in Bamberg. Hier wurde ein „1. Rang mit Belobigung“ in der Mittelstufe erspielt, ebenso wurde beim Bundesmusikfest der Jugendkapelle Pödeldorf im Mai 1994 im Wertungsspiel ein „1. Rang mit Belobigung“ in der Mittelstufe erreicht, was nur durch einen „1. Rang mit Auszeichnung“ im Jahre 1995 beim Bundesbezirksmusikfest in Trunstadt überboten werden konnte. Natürlich kam auch die Unterhaltungsmusik nicht zu kurz. Das Vereinsleben wurde sehr vielfältig, aber auch zunehmend Konzert 1993arbeitsintensiver für Dirigent und Vorstandschaft. So bat schließlich Dirigent Willibald Kröner im Jahr 1996 um die Ablösung seines Amtes durch einen jüngeren Dirigenten mit neuen Ideen. Dieser konnte in der eigenen Kapelle gefunden werden und so übergab er nach 10-jähriger Tätigkeit den Dirigentenstab, bei seinem Abschiedskonzert im April 1997, an den Schlagzeuger Martin Raab. Mit ihm begann wieder einen neuer Abschnitt für Kapelle und Verein. Für den neuen Dirigenten war es keine leichte Aufgabe, an die Erfolge seines Vorgängers anzuknüpfen. Trotzdem konnten die aktiven Musiker im darauf folgenden Jahr beim BBMF in Wildenholz bei den Wertungsspielen einen „1. Rang mit Auszeichnung“ erreichen. In der Vorstandschaft wechselte Wolfgang Müller das Amt. Er wurde 1. Jugendleiter und kümmert sich seither mit großem Arbeitseinsatz um die Ausbildung neuer Musiker und das Nachwuchsorchester. Als 2. Vorsitzende wurde Barbara Dümler gewählt, sie wurde abgelöst bei den Neuwahlen im Festjahr durch Gerhard Zankl. Der Verein zählt derzeit 400 Mitglieder, davon 39 aktive Musiker und 23 Nachwuchsmusiker. Es bleibt zu wünschen, daß der Blasmusikverein und seine Kapelle weiter Aufschwung nehmen werden.

Günther Ofen (bis 1995) / Georg Will